Auf dem Weg zum "multiprofessionellen" oder "crossfunktionalen" Team - Herausforderungen gemeinsam meistern

(In Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien, LPM)
Alle reden von Multiprofessionalität, was ist gemeint? Fakt ist: mit wachsender Aufgabenkomplexität werden Teams in Schulen heterogener. Wie kann die Kooperation verschiedener Professionen potenzialaktivierend und entwicklungsfördernd gelingen?
Übergeordnetes Ziel der modularisierten Qualifizierung ist der Aufbau, die Führung, Kompetenzstärkung, Prozess- und Organisationsentwicklung multiprofessioneller Gruppen. Im Mittelpunkt stehen Managementkompetenz und Professionalisierung von Leitung und Teams an Schulen, mit besonderem Fokus bei der multiprofessionellen Zusammenarbeit des Kernteams Schule-Jugendhilfe.
Grundlagen:
- aktualitätsbezogenes Fachwissen,
- effiziente Methoden und soziale Handlungskompetenzen,
- Qualitätsleitlinien für eine wirkungsvolle Führung und Teamarbeit von multiprofessionellen Gruppen,
- lösungsorientierte Vorschläge zur praktischen Umsetzung,
- Werkstattarbeit, individuelle Fallarbeit,
- Organisation und Transfer im System.

Schwerpunkte:

Modul 1
Multiprofessionalität im "Unternehmen Schule" (1 Tag)
Im Fokus: Herausforderungen, Chancen und Erfolgsfaktoren
- Professionelle Lerngemeinschaften: Dreamteam oder Alptraum?, Bedingungen für Multiprofessionelle Teams (strukturelle und interpersonale Ebene)
- Ist-Analyse der Schulkultur heute: Folgen für Schüler/-innen und Kollegium, Ausrichtung in die Zukunft. Notwendigkeit für einen Wandel
- Perspektivwechsel "Diversity" - die Welt des Anderen verstehen (Wahrnehmung, Wertehorizont)
- persönlicher Stil und Rollenverständnis: Ziele, Motivation, Selbstführung und Entwicklungspotenziale
- Lösungsorientierung statt Problemtrance: der Blick auf Ressourcen und Potenziale, Beziehungsqualität und Dialogfähigkeit

Modul 2
Chance Team: Teamarbeit- und Teamentwicklung (1,5 Tage)
Im Fokus: lösungsorientierte Kooperation - der Einzelne addiert, die Gruppe multipliziert
- Synergien von Teams: Teamgeist, Teampotenziale und Teammotivation erkennen und stärken
- Gruppenphasen erkennen und Chancen nutzen: unterschiedliche Rollen im Team
- Instrumente zur Teamentwicklung und Teamkooperation

Modul 3
Kommunikation in Teams: individuelle und kollegiale Beratung (2 Tage)
Im Fokus: herausfordernde Gespräche und Beratung kooperativ, konstruktiv, zielsicher und erfolgreich gestalten
- effiziente Tools der systemischen Beratung
- "Handwerkszeug" zu verschiedenen Methoden der kollegialen Beratung und Gesprächsführung
- Umgang mit herausfordernden Gesprächs- und Beratungssituationen, Widerstand und Konflikten in der Beratung
- Mediation von Konflikten
- Werkstatt: Üben, üben, üben mit Fallbeispielen der Teilnehmenden

Modul 4
Moderation und Führen von Prozessen und Abläufen (2 Tage)
Im Fokus: Strategien zur Entwicklungs- und Prozessoptimierung
- transformationales Führen: die Werkzeuge wirksamer Führung und Steuerung
- Bewusstsein für die eigenen Führungsqualitäten schärfen, den eigenen Stil verfeinern, authentisch in der Rolle agieren, Sicherheit gewinnen
- Lernende Organisation: Arbeitsorganisation und Abläufe: Wer macht was?
- Gestaltung und Moderation von Teamsitzungen
- Besprechungsmanagement: Faktoren für eine gelingende Sitzung

Als besonders zielführend erwünscht ist die Teilnahme von Vertreter/-innen des Schulleitungsteams und/oder von mit der Organisation der Multiprofessionalität am Standort zukünftig beauftragten Lehrkräften und Pädagog/-inn/-en.
Empfohlen wird die Teilnahme von Tandems oder Gruppen eines Standortes.
Als Kernteam sind die Professionen Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schoolworking im Fokus.
Einige Beispiele für weitere mögliche Professionen am Standort: Erzieher/-innen, Sprachförderkräfte, Ganztagsbetreuung, Frühförderung, Ehrenamt, Dolmetscher, Elternberatung, Schulpsychologe, Wohlfahrtsverbände, Netzwerkpartner des außerschulischen Umfeldes mit schulspezifischen Aufgaben, Heilpädagog/-inn/-en, Hausaufgabenhilfe, Inklusionsbegleiter/-innen.
Es gibt eine Teilnehmerbegrenzung.
Die Qualifizierung wird mit einer schriftlichen Reflexion zur praxisorientierten Umsetzung am Standort und LPM-Zertifizierung im Januar 2022 abgeschlossen. Die Teilnahme an allen Modulen ist dafür Voraussetzung.
Das 4. Wahlmodul wird am 11. und 12.10.2021, 09.00-16.00 Uhr stattfinden.